Übungstag der Gruppe 2

Am 21. Mai wurden die Mitglieder der Gruppe 2 und die Kommandomitglieder zu einer technischen Übung mit Schwerpunkt ‚Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person‘ eingeladen.
Begonnen wurde die Übung im Lehrsaal, wo diverse SER (Standard-Einsatz-Regeln) besprochen wurden.

Im Anschluss wurden Fahrzeug-Rettungskarten genauer erklärt und auch versucht, die eingezeichneten Symbole bei einem Neuwagen zu finden. Dabei stellte sich heraus, dass vor allem der Zugang zur Batterie – trotz Kenntnis des Standortes – sehr schwierig war.
Ein Dank geht hier an die Firma BMW Kneidinger, die uns freundlicherweise einen Neuwagen zur Verfügung stellte.

Bei der nächsten Station wurde zuerst auf die Neuerungen im neuen LFB-A2 eingegangen. So wurde unter anderem auf das neue Kistensystem, die teils neu beschafften Utensilien für den ‚Abschnittsleiter technische Menschenrettung‘ sowie auf die Säbelsäge eingegangen.
Im Anschluss wurden bei einem Fahrzeug diverse Rettungsmöglichkeiten – teils auch auf experimentelle Weise – probiert (u.a. ‚große Seitenöffnung‘ nur mit Spreizer und Zylinder). Auch wurden hier neue Helferlein wie die Seilratsche eingesetzt. So konnte jeder der Übungsteilnehmer gleich mit diesen Helfern arbeiten und sich von der Wichtigkeit solcher verhältnismäßig kleiner Anschaffungen überzeugen.
Viele der vorgestellten Möglichkeiten waren von der größten Ausbildungsveranstaltung für technische Menschenrettung, den ‚Rescue Days‘ in Deutschland inspiriert an denen Florian Hetzmannseder und Patrick Grill im Herbst 2010 teilnahmen. Ziel dieser Übung war nun das dort gelernte Wissen und Techniken an die Mannschaft weiter zu geben.

Nach einer kurzen Verschnaufpause war zum Schluss noch eine Einsatzübung zu bewältigen. Ein PKW lag kopfüber schräg auf einer Mauer, der Fahrer war im deformierten Fahrzeug eingeklemmt. Unter Anleitung von Dr. Rebhandl – der sich bereit erklärte, die FF Haslach bei dieser Übung zu unterstützen – wurde die Personenrettung professionell durchgeführt. Besonderes Augenmerk war hier die Einhaltung der ‚Golden Hour of Shock‘. Auch dieses Übungsziel wurde perfekt eingehalten, denn die Person konnte trotz der kniffligen Lage bereits 11 Minuten nach Ankunft am Einsatzort dem Rettungsdienst übergeben werden.
Nachdem der Übungsverlauf – vor allem auch in medizinischen Belangen – nochmal durchbesprochen wurde, tobten sich die Übungsteilnehmer noch einmal richtig am Übungsfahrzeug aus. Ziel war hier weniger eine patientenschonende Vorgehensweise, sondern das eher spielerische Auseinandersetzen mit den Rettungsgeräten am Fahrzeug und das Ausloten von alternativen Methoden.
Ein Dank hier an die Fa. Winkler Transporte und an die Fahrschule Euroline, die uns freundlicherweise ihr Areal in Nößlbach zur Verfügung stellten.

Nach 5 Stunden konnte der Übungstag mit einer Nachbesprechung und der nun mittlerweile wohlverdienten ‚Mittagspause‘ abgeschlossen werden.

Geleitet und vorbereitet wurde die Übung von Patrick Grill mit Unterstützung von Florian Hetzmannseder.
Ein Dank noch mal an alle Firmen die mit ihrer Hilfe einen Übungstag in dieser Form ermöglichten und an Herrn Dr. Rebhandl für die ärztliche Begleitung der Einsatzübung.

Übungstag der Gruppe 2
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